Aufgabenverteilung

Aus dem frühem embryonalem Gewerbehaufen entwickelt sich eine Keimscheibe. Diese besteht aus einer inneren Zellschicht (Epiblasten) und einer äusseren Zellschicht (Hypoblasten). Die noch als zweiblättrig bezeichnete Keimscheibe entwickelt sich schnell weiter.

Dreiblättrige Keimscheibe

Im hinteren Drittel der Keimscheibe bildet sich der Hensen´sche Knoten. Er ist der „embryonale Organisator“.

Dieser Knoten bildet den primitiven Streifen, in Form einer Rinne, aus. An der Seite dieses Streifens entsteht auch das dritte Keimblatt, das Mesoderm. Es schiebt sich zwischen das  innere und äußere Keimblatt. Damit ist Differenzierung der Zellschichten beendet, und es beginnt die wirkliche Geburtsstunde des neuen Lebewesens.

Keimscheibe

Für alle Interessierten die genauere Informationen dazu suchen, kann ich einen Auszug aus dem Online-Embryologiekurs empfehlen (entwickelt von den Universitäten Freiburg, Lausanne und Bern). Es handelt sich dort zwar um die Humane Embryologie, doch die ist vom Ablauf her noch mit dem Hund identisch.

Empfohlener Link:

http://www.embryology.ch/allemand/hdisqueembry/triderm01.html

 

Aufgaben der Keimblätter

Die Namen sind nicht das Wichtige, viel mehr das was aus diesen Keimblättern später entsteht.

Ektoderm ist die Außenschicht und entwickelt sich zu Haut, Nerven und Sinnesorganen.

Mesoderm der die Mittelschicht bildet, entwickelt innere Organe wie Herz, Milz, Nieren, Keimdrüsen und Gewebe, Muskeln und Knochen.

Endoderm, auch Innenschicht, bildet den Ursprung für Organe, die mit dem Verdauungstrakt in Verbindung stehen, wie Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse, Lunge, Atemwege, Blase und Schilddrüse.

Doch das faszinierendste daran finde ich, dass die Zellen ihre Aufgabe kennen. Doch woher wissen was sie zutun haben? Wohin sie wandern müssen, was aus ihnen werden soll? Erst allmählich gewinnen Wissenschaftler eine Vorstellung von der Wirkungsweise der SteuerungsMechanismen in der embryonalen Entwicklung. Etwa davon, wie bestimmte Gene einzelne Zellen dazu veranlassen, sich zu Leber-, Hirn-, Haut- oder Haarzellen zu spezialisieren oder Hände wachsen zu lassen.

Die entscheidende Schicht

Was so ausgeklügelt und perfekt abgestimmt klingt, ist tatsächlich eine Meisterleistung der Evolution. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei der Trophoblast, eine Struktur, die nur bei höheren Säugetieren vorkommt und deshalb auch ein Schlüsselmerkmal dieser Tierklasse ist. Diese Zellschicht ermöglicht nicht nur die Einnistung des Embryos in die Gebärmutter. Die Plazenta, die daraus hervorgeht, bildet auch eine immunologische Barriere und erlaubt dadurch ein langes Heranwachsen der Nachkommen im Mutterleib.

 

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